[Rezension] Superior (Anne-Marie Jungwirth)




Titel: Superior
Autor: Anne-Marie Jungwirth
Seiten: 344
Format: Taschenbuch
Verlag: Drachenmond
Erscheinungsdatum: 08.07.2017
Preis: 14,90€ (D) Hier kaufen
Coverrechte liegen beim Verlag

Band 1




"Ein privilegiertes Leben und schier unbegrenzte Möglichkeiten – das bietet die Superior Human Society ihren Mitgliedern. Zumindest denen, die es wert sind …

„Du bist eine Superia, aber deine Gaben sind minderwertig.“
Unzählige Male hat die 20-jährige Amelia diesen Satz schon gehört. Und jedes Mal war sie froh darüber. Sie wollte nicht dazugehören. Sie wollte nicht die Pflichten. Sie wollte nicht, dass man ihr vorschrieb, mit wem sie sich paaren sollte. Doch was Amelia will, ist für eine Andere bestimmt. Und was man von ihr will, ist schlimmer als eine Zwangsheirat."




Auf dieses Buch habe ich mich gefreut, seit ich das Cover das erste Mal gesehen habe, denn ganz ehrlich: es ist unglaublich schön! Und jetzt wo ich es gelesen habe weiß ich, dass die Story an sich wirklich komplex gestaltet und gut gemacht ist.

Besonders gut gefallen haben mir hier die Darstellung der Gesellschaft und die wirklich neuen Ideen und Diagramme innerhalb des Buches. Man konnte sich so alles noch viel besser vorstellen und ich hatte das Gefühl, dass es sehr durchdacht und überzeugend war.

Amelia ist zudem eine sehr symapthische Protagonistin, die ihren eigenen Kopf hat und ganz anders ist als die anderen Mädchen um sie herum. Allerdings fand ich, dass sie manchmal wirklich etwas naiv war, bzw. zu impulsiv gehandelt und anderen auch zu schnell vertraut hat und da hat es mich dann doch etwas gestört, dass sie 'unwissend' war. Dennoch war sie weitaus schlauer und auch ganz anders als beispielsweise Catherine und natürlich war es spannend zu verfolgen wie nach und nach mehr ans Licht kommt und Amelia die Hölle durchlebt.

Amelias Halbschwester Catherine war so ganz anders als Amelia und trotzdem mochte ich sie zu Beginn auf ihre eigene Art und Weise. Sie ist eher hochnäsig und besessen von Perfektion, weshalb sie als Superia natürlich den perfekten Mann will. Das war auf Dauer alles andere als schön und sie wurde mir leider sehr unsympathisch. Man lernt aber auch Amelias Mutter Salome und ihre Pflegeeltern Elizabeth und Landon kennen. Hinzu kommen Elliot - der zwar nur am Rande auftritt, aber dennoch wichtig für die Geschichte ist - sowie Sky, Erika, Henley und zahlreiche weitere. Besonders toll fand ich auch Pandora, die erst später in Erscheinung tritt und doch so viel mehr verbirgt als man denkt.

Neben Amelia und Erika hat man auch noch Nathan als Protagonisten, von dem ich nach wie vor nicht gänzlich überzeugt bin, weil er für mich immer nur die Rolle des verletzenden Mannes oder aber Beschützers eingenommen hat. Gerade zu Beginn war er mir nur unsympathisch und mittlerweile mag ich ihn zwar schon, bin aber immernoch nicht sicher was ich von ihm halten soll.

Durch die Charaktere bekommt man auch verschiedenste Fähigkeiten mit und möchte unbedingt mehr darüber wissen. Leider wurde da nicht allzu sehr ins Detail gegangen, obwohl ich es mir wirklich gewünscht hätte. Lediglich die Bilder im Buch konnten immer wieder Input geben und natürlich auch die Entwicklung der Charaktere. Da es von diesen aber viele gibt und die Gesellschaft an sich sehr komplex wirkt, finde ich, dass dieser Band nicht ausreicht um alles zu verarbeiten.




An sich hätte ich nicht gedacht, dass so eine komplexe Geschichte auf mich warten würde und bin definitiv positiv überrascht. Andererseits muss ich aber auch sagen, dass die Liebesgeschichte für mich zu stark im Vordergrund stand und praktisch alles um sie herum aufgebaut wurde, obwohl es doch eher um Amelia und ihre Geschichte ging. Dass mich das etws gestört hat könnte tatsächlich daran liegen, dass ich nicht richtig mit Nathan warm geworden bin. Gleichzeitig sind die Charaktere aber so komplex, dass sie definitiv mehr Raum benötigen und das merkt man vor allem, wenn es aufs Ende zugeht, denn dort ist es auf einmal ziemlich hektisch und weist gleichzeitig auf einen zweiten Teil hin, von dem ich mittlerweile auch weiß, dass es ihn geben wird und auf den ich mich jetzt schon freue. Allgemein gibt es noch einige Fragen, die ich gern beantwortet hätte und ich hätte mir einfach etwas mehr Gefühlschaos von Seiten Amelia und mehr Einschreiten gewünscht. Gerade was den Aufbau der Gesellschaft angeht möchte man als Leser unbedingt herausfinden wie es je dazu kommen konnte und auch da erhoffe ich mir noch mehr. Ich finde die Idee wirklich großartig und die Umsetzung ebenfalls sehr gut gelungen! Von mir gibt es deshalb 4 Federn und eine Leseempfehlung!

Kommentare:

  1. Ich kenne das Buch nicht aber ansprechen würde mich das Buch nicht. Aber ein toller Rezi über das Buch :)

    ShellyAbdallahs.Blogspot

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  2. Huhu!

    Der Drachenmond-Verlag hat immer so irre schöne Cover! :-) Schön, dass der Inhalt anscheinend mithalten kann.

    Allerdings bin ich ein wenig skeptisch, was ich von der Liebesgeschichte halten würde, dennn es stört mich sehr, wenn die eigentliche Handlung dahinter zurückstehen muss...

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

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    1. Hallöchen Mikka :)
      Ich kann dir sagen, dass es viele Leser gab, denen das überhaupt nicht so ging wie mir. Bei mir war auch nicht die Liebesgeschichte an sich das Problem, sondern der Fakt, dass ich mit Nathan als Charakter nicht warm wurde und immer eine gewisse Skepsis ihm gegenüber hatte. Bei dir kann das ganz anders ausfallen und allein die Idee und der Aufbau der Gesellschaft ist unheimlich spannend! Viel Spaß beim Lesen deiner nächsten Drachenbücher ;)
      Und danke fürs Verlinken♥

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