[Rezension] Das dunkle Herz des Waldes (Naomi Novik)




Titel: Das dunkle Herz des Waldes
Autor: Naomi Novik
Seiten: 567
Format: Hardcover
Verlag: cbj
Erscheinungsdatum: 21.11.2016
Preis: 17,99€ (D) Hier kaufen

Ab 13 Jahren




Agnieszka liebt das Tal, in dem sie lebt: das beschauliche Dorf und den silbern glänzenden Fluss. Doch jenseits des Flusses liegt der Dunkle Wald, ein Hort böser Macht, der seine Schatten auf das Dorf wirft. Einzig der »Drache«, ein Zauberer, kann diese Macht unter Kontrolle halten. Allerdings fordert er einen hohen Preis für seine Hilfe: Alle zehn Jahre wird ein junges Mädchen ausgewählt, das ihm bis zur nächsten Wahl dienen muss – ein Schicksal, das beinahe so schrecklich scheint wie dem bösen Wald zum Opfer zu fallen. Der Zeitpunkt der Wahl naht und alle wissen, wen der Drache aussuchen wird: Agnieszkas beste Freundin Kasia, die schön ist, anmutig, tapfer – alles, was Agnieszka nicht ist. Niemand kann ihre Freundin retten. Doch die Angst um Kasia ist unbegründet. Denn als der Drache kommt, wählt er nicht Kasia, sondern Agnieszka.




Vor dem Lesen hatte ich mich wirklich auf diese Geschichte gefreut. Leider gab es dann eine ganze Menge negative Rezensionen, weshalb es auch in meinem Leseprozess zu Verzögerungen kam. Letztendlich hätte die Geschichte wohl einfach etwas kürzer sein müssen.

Agnieszka ist eine interessante, manchmal naive aber auch sehr willensstarke Protagonistin. Zu Beginn ist sie sehr unsicher in ihrem Auftreten und traut sich nicht, sich gegen die neuen Umstände durchzusetzen. Mit der Zeit entwickelt sie allerdings eine Stärke, die auch ihrem Umfeld auffällt und sie vor gänzlich neue Probleme stellt. So kommt es in dieser Geschichte zu vielen Problemen, gerade in Bezug auf den dunklen Wald.

Der Drache - oder auch Sarkan - wird mit unserer Protagonistin allerdings auch vor eine Aufgabe gestellt, die für ihn neu zu sein scheint. Auch er scheint sich mit der Zeit aus seiner griesgrämigen Art herauszuentwickeln und Sympathie zu empfinden. Ich persönlich kann ihn bis jetzt nicht richtig einschätzen, empfinde die Beziehung der beiden Hauptcharaktere aber als sehr besonders und anders.

Neben diesen beiden gibt es aber auch noch zahlreiche Nebencharaktere, die eine größere Rolle spielen. Besonders im Vordergrund stand für mich Kasia, die beste Freundin von Agnieszka, weil diese immer wieder auftaucht und für die Protagonistin ein enormer Teil des Lebens ist. Doch auch  Marek, der König, die Königin, eine besondere andere Königin und zahlreiche Magier sind wichtig für die Geschichte. Die Namen sind allerdings alle recht komplex und ich persönlich konnte sie mir nur schwer merken. Abgesehen davon möchte ich euch keinesfalls etwas vorwegnehmen.

Das Geheimnis rund um den dunklen Wald war für mich nämlich etwas ganz besonderes und ich finde es spannend, wie die Autorin dieses doch sehr dramatische und mysteriöse Rätsel gelöst hat. Meiner Meinung nach spinnt man das Geheimnis mit etwas Wissen sogar selbst weiter, während man liest und bekommt gar nicht allzu viele Details geliefert. Gerade das macht dieses Buch besonders und ich habe die Protagonistin sehr gerne auf ihrer Reise begleitet.




Ich muss wirklich sagen, dass dieses Buch eine besondere Geschichte bereit hält und gerade das Geheimnis um den dunklen Wald mich von sich überzeugen konnte. Allerdings denke ich auch, dass die Geschichte nicht jeden begeistern muss und auch ich habe das Buch mehrmals unterbrochen, weil es mich nicht dauerhaft fesseln konnte und ich einige Stellen als langatmig empfunden habe. Auch die Beziehung zwischen Sarkan und Agnieszka ist sehr speziell und man weiß nie genau, was die beiden füreinander übrig haben und ob man davon ausgehen kann, dass sich mehr entwickelt als nur eine Zauberer-Gelehrten-Beziehung. Natürlich machen diese Dinge das Buch auch interessant und eben anders, für mich war es aber leider nicht immer positiv. Dennoch muss ich sagen, dass mich die Protagonistin überzeugen konnte und ich es sehr gut fnde, dass sie ihre eigenen Wege einschlägt, sie eben auch mal stur ist, sich nicht immer alles gefallen lässt und ihre Meinung nicht nur für sich behält. Das Ende war zufriedenstellend, auch wenn ich da noch etwas mehr erwartet hätte. Dementsprechend gibt es von mir 3 Federn!
An dieser Stelle danke ich dem cbj-Verlag für das *Rezensionsexemplar :)


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